OP-Kostenkalkulation
Das Kozept der Liposuktion bei Dr. Schingale sieht erst eine Umstellung der Ernährung im Sinne der Metabolic Balance vor. Die Kosten für diese Umstellung bei Dr. Schingale betragen 360.-€. Dies Kosten werden bei einer dann noch erforderlichen Operation von den Operationskosten abgezogen.
Operationen waren bis vor wenigen Jahren von den lymphologischen wissenschaftlichen Gesellschaften abgelehnt worden. In der Zwischenzeit sind Liposuktionen anerkannte Operationen. Da aber bei dieser Erkrankung das Lymphgefäßsystem in Mitleidenschaft gezogen worden sein kann, sind die Eingriffe schonend durchzuführen. Um das Risiko eines postoperativen Lymphödems zu minimieren, müssen sich unsere Patienten einem postoperativen Konzept unterziehen.
Was ist ein Lipödem?
Beim Lipödem handelt es sich um eine symmetrische Fettverteilungsstörung [Abb. 1], besonders an Ober- und Unterschenkeln mit orthostatischen Ödemen in der zweiten Tageshälfte und unklaren Schmerzen (Lipohyperplasia dolorosa). Ohne diese drei Bestandteile sprechen wir von einer Lipohypertrophie. Charakteristischerweise endet die Schwellung in Knöchelhöhe. Die Arme sind bei ca. 60% der Patienten betroffen.
Menschen, die an Lipödemen [Abb. 2] leiden, bekommen schon bei kleinsten Stößen blaue Flecken (Hämatome). Die Krankheit ist progredient, das heißt, sie nimmt im Laufe der Jahre zu. Es entstehen Fettlappen, die bis zur Bewegungseinschränkung führen [Abb. 3]. Psychische Belastungen aufgrund des Aussehens leiten über zu Depressionen. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich zusätzlich auch ein Lymphödem ausbilden.
Die ersten Anzeichen treten vorzugsweise am Ende der Pubertät auf, jedoch kann die Krankheit auch in jedem Lebensalter ihren Anfang nehmen.
Die bisherigen Behandlungen bestanden in der konservativen Therapie mittels manueller Lymphdrainagen - eingeschränkt durch die neuen Heilmittelrichtlinien - und Tragen der Kompressionsbestrumpfung. Es konnten damit aber - bis auf wenige Ausnahmen - nur geringe Umfangsabnahmen erreicht werden, Schmerzen konnten gelindert werden, bei intensiver Einhaltung der konservativen Therapie konnte ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Ist das Lipödem bereits weiter fortgeschritten, bietet sich zur endgültigen Therapie die schonende Fettabsaugung - besser "Liposkulptur" genannt - an. Bei dieser Methode werden die Fettpolster mit einer lokal betäubenden Flüssigkeit aufgeweicht und durchtränkt. Sie können dann nach einer kurzen Einwirkzeit mit dünnen, vibrierenden Kanülen abgesaugt werden. In der Zwischenzeit erkennen auch die wissenschaftlichen lymphologischen Gesellschaften diese Therapieform als echte Alternative an. Die Schmerzhaftigkeit lässt sofort nach, die Ödemneigung wird deutlich verringert und als Nebeneffekt tritt auch eine Besserung des Aussehens ein, da die säulenartigen Veränderungen der Beine zurückgehen.
Ursachen für die Entstehung von Lipödemen
Eine genaue Ursache des Lipödems ist letztlich unklar. Häufig besteht eine familiäre Belastung.
Die Erkrankung tritt fast ausschließlich bei Frauen auf. Deshalb ist davon auszugehen, dass hier hormonelle Ursachen bei familiärer Belastung eine erhebliche Rolle spielen. Bei Unfällen und ähnlichen auslösenden Faktoren könnten auch freie Radikale als Auslöser in Frage kommen.
Teilweise entsteht das Lipödem nach Traumen, so wurde z.B. beobachtet, dass Patientinnen nach ausgedehnten Verbrennungen, nach Hüftoperationen und anderen Traumen an einem Lipödem erkranken.
Bei den wenigen Männern, bei denen ein Lipödem vorliegt, besteht oft eine Leberschädigung. Es liegt die Vermutung nahe, dass auch hier die Östrogene die Fettverteilungsstörung bewirken.
Dies äußert sich durch eine Brustbildung und bei entsprechender Anlage durch Bildung von Fettlappen, welche unproportional am Hals, an den Oberarmen und Oberschenkeln auftreten (Madelung’sche Deformität, Launois-Bensaude-Syndrom).
Das Fettgewebe beim Lipödem ist nicht etwa Reservefett, wie es bei Übergewicht auftritt, vielmehr sind die Fettzellen an den Extremitäten anders ausgebildet. Ein Abnehmen dieser Fettdepots gelingt nicht wie beim Reservefett am Bauch durch entsprechende Diäten und Abmagerungskuren, sondern nur durch gezielte Therapie.















